15 Prozent der drei- bis achtzehnjährigen Kinder in
Deutschland sind zu dick. In Bayern ist der Trend bei den
Grundschulkindern rückläufig, dafür steigen die Zahlen bei den
Jugendlichen an. Insgesamt sind in Deutschland 6,3 Prozent der Kinder
und Jugendlichen adipös, also krankhaft übergewichtig. Kinder aus
Migrantenfamilien haben ein doppelt so hohes Risiko, übergewichtig zu
werden.
Neben der psychischen Belastung kann Übergewicht
mittel- und langfristig auch schwere physische Schäden verursachen.
Adipöse, also krankhaft übergewichtige Kinder und Jugendliche leiden
vermehrt unter Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und dem auch als
Alterszucker bekannten Typ-2-Diabetes. Diese Faktoren fördern wiederum
Gefäßveränderungen und steigern das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt
oder andere Gefäßverschlüsse. Übergewicht kann zudem zu
Gelenksüberlastungen und Gicht führen.
Der Text basiert auf einem Interview mit Agnes Streber, Ökotrophologin und Familientherapeutin.
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